Archiv der Kategorie: allerlei Geschichten

Film Kino der Jugend

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Dieser Film entstand letzten Sommer, um das alte und seit 30 Jahren leer stehende Kino der Jugend wieder in Erinnerung zu rufen und vor dem Verfall zu retten. Ich war bis 1987 die letzte Kinoleiterin in diesem Haus und bin jetzt Teil einer Ininitiative, die nicht nur das Haus retten will, sondern es auch als multifunktionales Kulturzentrum in der Eisenbahnstrasse im Leipziger Osten betreiben will.

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Schneemannparade

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Wie eine Freiluftgalerie sah an einem Januar-Montag die große Rosentalwiese aus. Schneeemänner und-frauen, wohin das Auge reicht. Da haben sich die Leipziger am vorherigen Wochenende mal so richtig kreativ ausgetobt. Hier eine Auswahl meiner Favoriten:

 

Kino der Jugend

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Kino-Retter

Kino-Retter

Die Geschichte des Kinos der Jugend kommt nach 30! Jahren Dornröschenschlaf nun offensichtlich doch noch zu einer Fortsetzung. Viele interessierte Bewohner des Leipziger Ostens haben sich in der IG Fortuna/ Kino der Jugend zusammengefunden und dafür stark gemacht, dass das Gebäude mit der Art-Décot-Fassade wieder in den Blickpunkt der Öffentlichlichkeit rückt, also nicht einfach sang- und klanglos zusammenfallen kann. Es wurden schon über 1000 Unterschriften von Bürgern gesammelt, die den Erhalt des Hauses und den Wiederbetrieb als Kulturzentrum befürworten. Alle politischen Parteien und kulturellen Akteure im wachsenden Stadtbezirk Leipzig Ost/ Volkmarsdorf  sind eingebunden. Am Haus gegenüber hängen große Banner, die zur Rettung des Kinos auffordern. Die Presse ist interessiert. Im März haben wir einen gemeinnützigen Verein gegründet, der inzwischen eingetragen ist. In etlichen Arbeitstreffen wurde ein vorläufiges Nuntzungskonzept erstellt. Auf vielen Stadtteilfesten und open air-Festivals sind wir mit einem Informations-Stand vertreten. Wir haben eine Webseite und eine facebook-Seite und arbeiten mit dem Bühlowviertel-Verein an einer Ausstellung und einem Filmprojekt zur Geschichte des Hauses. In diesem Zusammenhang erging ein Aufruf an alle Bürger, uns ihre ganz eigene Geschichte mit dem Kino zu erzählen.

Plakat2

Plakat 2

Zum Tag der Industriekultur und zum Tag des offenen Denkmals planen wir Aktionen gemeinsam mit der Abteilung Stadtbeleuchtung dert Stadt Leipzig, die auf dem Gelände der alten Gasanstalt ihren Sitz hat und mich früher schon mit der Bereitstellung von Kraftstrom für unsere Konzerte in den achtziger Jahren unterstützten. Es ist etwas in Bewegung geraten und das fühlt sich richtig gut an!

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Frau Kudla MdB/ CDU zum Ortstermin im Frühjahr

Frau Kudla MdB/ CDU zum Ortstermin im Frühjahr

Stand zum 25. Connewitzer Straßenfest im Mai

Stand zum 25. Connewitzer Straßenfest im Mai

Stand Ostlichter

Stand Ostlichter

Das Haus schräg gegenüber

Das Haus schräg gegenüber

Info-Stand am Parkbogen

Info-Stand am Parkbogen

 

 

 

 

 

Konzepttreffen

Konzepttreffen

Aktion zur Stadtratssitzung mit Unterschriftenübergabe im Herbst 2015

Aktion zur Stadtratssitzung mit Unterschriftenübergabe im Herbst 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sind die vorangegangenen Beiträge zu diesem Thema:

Fortuna ist für das Kino der Jugend vom 30.09.2015

Mein altes Kino vom 08.12.2012

Fortuna ist für das Kino der Jugend!

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Kino der Jugens Heute

Kino der Jugend heute

Es ist schon sehr erstaunlich, was in einigen Monaten passieren kann, nachdem einige Jahrzehnte gar nichts passiert ist! So ergeht es gerade dem alten Fortuna-Lichtspielhaus/ Kino der Jugend in der Eisenbahnstrasse im Leipziger Osten. Ende 2012 schrieb ich hier einen Artikel über mein altes Kino, in dem ich über meine Zeit als letzte Theaterleiterin und die aufregenden Konzerte nachdachte. Ich war traurig über den Zustand des einst stolzen Hauses, sah die zugemauerten Fenster und Türen, das offensichtlich verfallene Dach und die einsame Fortuna-Figur an der bröckelnden Art-Déco Front. Lange ist hier nichts mehr geschehen.

Daraufhin erhielt ich Anfragen von vielen interessierten Leuten und es entspann sich eine ganz neue und dynamische Geschichte:

Zuerst lernte ich Diana Wesser kennen und wurde Teil ihres Audio-.Walks durch den Leipziger Osten „Sehnsucht Eisenbahnstrasse“

Später kamen die Studentinnen Eva und Vera dazu. Für ihre Erweckung des alten Kinos „Wintergarten“, ebenfalls in der Eisenbahnstrasse im Rahmen des Kunstfestes konnte ich auch einige Fotos und Storys beistreuern.

Dann kam eine sehr erfreuliche Mail von einem meiner damaligen Filmclub-Jungs. Michael Creutzer ist heute Chef von Teil-Auto Leipzig und nahm sich Zeit für einige schöne Erinnerungen. Mir war gar nicht klar, wie wichtig für die Jungs damals das Kino und der Filmclub war und wie bedeutsam es für sie war, bei Veranstaltungen und Konzerten wichtige Funktionen auszufüllen. So fuhren sie mit dem Motorrad Filmrollen aus den Innenstadtkinos, um aktuelle Filme zeigen zu können, machten Einlassdienst, klebten Plakate, erledigten kleine Reparaturen und viele sonst anfallende Arbeiten. Sie hatten einen Treffpunkt und für das Kino waren sie wichtiger Kontakt in das Wohngebiet. Das tollste Erlebnis war wohl der Kuchen, den Tamara Danz von Silly ihnen geschenkt hat! Ich hab leider keine Erinnerung daran, aber freue mich natürlich, das nach so vielen Jahren zu hören! Demnächst soll es ein Treffen im erweiterten Kreis geben und ich freue mich wie Bolle und bin gepannt, was aus allen geworden ist.

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Danach fragte mich die Dokumentarfilmerin Kathrin Lemcke für ein Ausstellungsprojekt im Pöge-Haus nach meinen Erinnerungen an diese Zeit rund um die politische Wende. Das Video, einige alte Fotos und das Gästebuch des Kinos  wird Bestandteil der Ausstellung“ Alle unsere Träume-Friedliche Revolution und Transformation im Leipziger Osten“., die am 14. Oktober um 18,00 Uhr im Pöge-Haus a, Neustädetr Markt mit einer szenischen Lesung eröffnet wird.

Nun entwickelt sich der Leipziger Osten, der traditionell ein Arbeiterbezirk und in den letzten Jahren oft wegen Kriminalität und hohem Ausländeranteil in den Negativ-Bereich gerückt wurde, zu einem sehr spannenden und pulsierenden Stadtteil. Hier entstehen in Lücken und Brachen, leeren Objekten geheime und öffentliche Orte für Kunst und Kultur.  Viele junge Leute und Studenten ziehen in die Gegend und empfinden die Internationalität und Buntheit gerade als Vorteil neben den noch recht moderaten Mieten. Es ist in den nächsten Jahren mit weiterem Zuzug zu rechnen. Und da kommt wieder das Kino in den Blickpunkt! Es gibt keinen großen Kultur- und Veranstaltungsraum, kein Kino, keinen Saal, der multikulturell im besten Sinne genutzt werden kann. Und es gibt Gerüchte vom Abriss des Kinos.  Da versammeln sich wieder viele Interessenten, die das Haus erhalten, retten und zu einem wieder florierenden Kulturort machen wollen. Toll!

Von der Projektgruppe wurde ich gefragt, ob ich für ein Interview kommen könnte. Klar konnte ich! Hier der Beitrag von Leipzig Fernsehen vom 11.09.2015:

Zum Tag des offenen Denkmals  am13. September fand direkt vor dem Kino eine Aktion statt.

IMAG0337 IMAG0360 IMAG0362 IMAG0354Viele ältere Bewohner sprachen von ihren IMAG0345schönsten IMAG0342IMAG0349Jugenderinnerungen und erklärten ihr Interesse an der Erhaltung und Wiederbelebung. Unterschriften dafür wurden gesammelt.

Da sah ich zum ersten Mal aktuellere Fotos aus dem Inneren des Gebäudes und war schon schockiert über den Verfall!

Und trotzdem! Auch das Connewitzer Kino stanIMAG0346d mal auf der Abbruchliste und ist heute ein pulsierendes und beeindruckendes Kulturzentrum. Warum sollte das hier nicht gelingen?

Nun gründete sich im Pöge-Haus eine offizielle IG Fortuna/Kino der Jugend, die weiter Unterstützung sucht und für die Wiederbelebung kämpft. Da sind viele Experten für Bau, für Kultur, für öffentliche Angelegenheiten, Bürgervereine…, die alle an einem Strang ziehen wollen. Der aktuelle Artikel im Stadtmagazin „Kreuzer“ (S.36) hat das mit dem fett gedruckten Zitat von Daniel Schade vom „Ost-Passage Theater“ gut auf den Punkt gebracht: „Viele Menschen, die gemeinsam atmen“

IMAG0430

IMAG0433Es gibt eine Webseite und eine Facebook-Seite, einen mail-Verteiler, etliche Presse-Artikel und Sendungen und alles was heute zur Öffentlichkeitsarbeit gehört. Die Gruppe trifft sich regelmäßig und bereitet weitere Schritte vor. Und ich bin dabei! Es bleibt spannend.

Dieser Radio-Beitrag vom MDR basiert auf Interviews vom Tag der IG-Gründung:

letzte wilde Orte in Connewitz

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IMG_2251_wDie Entdeckungstour durch das wilde Connewitz war ja im Kronen-Park noch gar nicht zu Ende! Es warteten weitere Überraschungen, die man im Vorbeifahren gar nicht wahrnimmt. Jedenfalls mir ging das so. Den wilden Flecken auf der gegenüberliegnden Seite der Wolfgang Heinze-Straße /vis a vis des heutigen asiatischen Restaurants imKronen-Bräu-Haus hatte ich bisher nur als Brache auf einem Trümmergundstück wahrgenommen. Dieser Ort ist aber von vielen Gärtnern behutsam in Besitz genommen worden. Hier wachsen nicht nur wilde Sträucher und Unkraut sondern hinter verwunschenen Wegen findet man Hochbeete mit verschiedensten Gemüsesorten. Es gibt tragende Obstbäume, ein Insekten-Hotel, einen Fußpfad zum Erkunden von Naur-Mateialien, einen schön angelegten Grill- und Versammlungsplatz und natürich Geräteschuppen, Gewächshaus, die Herzchenbude… Extra für diese Besichtigung hatte sich ein junger Mann vom BUND  Zeit genommen und uns herumgeführt. Er erzählte von der vorübergehenden Einigung mit dem Grundstückseigner, der keinen Parkplatz da haben wollte und die Gärtner in ihrem Tun interessant findet. Sicher geht das zu Ende, wenn das Grundsück als Baugrundstück wieder einen guten Preis erzielen kann. Bei dem derzeitigen Bevölkerungswachtum in Leipzig könnte das schon bald der Fall sein. Wer noch mitgärtnern und Verantwortung übernehmen will, melde sich hier: Regionalgruppe BUND: kontakt@bund-leipzig.de oder 0341/ 3065395

Dannach ging es wieder auf die Straße und zum letzten schönen Stückchen Grün, des Tages: dem Leopold-Park an der namensgebenden Leopoldstraße. Hier stand früher die Villa und einige Gebäude von Gurken-Henze. Später wurde ein schön gestalteter öffentlicher Park daraus (ganz bestimmt auch mit öffentliche Mitteln), der mit seinem alten Baumbestand als Oase für Ruhesuchende gern angenommen wird. Einer der Teilnehner erzählte aber, dass es für dieses Areal schon neue Eigentumsverhältnisse und Bebauungabsichten gibt. Als Parkretter.de hat sich eine Guppe zusammengefunden, die in Zukunft besser darauf achten will, dass öffentliche Parks nicht einfach in private Hände und zur Bebauung freigegeben werden, denn das geschieht ja immer ohne das Licht und die Zustimmung der Öffentlichkeit. Erst wenn Bagger anrücken und Bäume gefällt werden, wird das publik. Aber dann ist ja rein juristisch leider nichts mehr zu machen. Daher lohnt es sich, die vorhandenen Parks zu „bewachen“, was heißt Pettionen zu verfassen, Anfragen an die Stadtverwaltung zu stellen und die öffentlichen Interessen und besonders die der Anwohner und Nutzer in die Waagschale zu werfen. Dafür ist jeder gefragt, der nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden will!

Der ansonsten sehr eng bewohnte Stadtteil Connewitz hat seinen Namen übrigens von der Pferdeweide, die einst hier vor den Toren der Stadt war.

Der Abend nahm noch lange kein Ende, denn so viele Themen mußten noch diskutiert werden, nämlich: Wie können sich die Bürger mehr einbringen, damit nicht die letzten Grünflächen im Stadtteil verkauft werden und verschwinden? Wie kann eine Mitsprache bei Bebauungsplänen erreicht werden? Wie können Flüchtlinge menschenwürdig im Wohngebiet untergebracht werden? Dazu wurde die Initiative „Connewitz für Geflüchtete“ gegründet. Um all dies zu besprechen war der Garten des „Black Label“ genau richtig, solange die donnernden Gewitterwolken sich noch nicht entleerten, aber dafür gab es ja dann noch die Innenräume des Pubs.

Spannender Tag, spannende Geschichten und viele Angebote, sich einzumischen und mitzugestalten! Weitere Führungen mit Diana, auch in anderen Stadtteilen gibt es  unter: http://leipziger-stadtteilexpeditionen.de

 

Wilde Orte in Connewitz II-Kino

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IMG_2190_wNach dem Kirschgarten ging es ein paar Meter die Straße hinunter zum hinteren Eingang des alten Kinos UT (steht für Union-Theater) Connewitz. Dies ist das älteste original erhaltene und noch in Betrieb befindliche Leipziger Lichtspielhaus und in seiner jetzigen Form seit 1912 Ort für Filmvorführungen. Daher ist es nicht verwunderlich, daß wir hier eine wilde Baustelle vorfinden.

Ich erinnere mich an Filme aus meiner Kinderzeit, wie „Serengeti darf nicht sterben“ oder die tollen DEFA- Indianerfilme mit Goijko Mittich, wie “ Die Söhne der großen Bärin“ und „Cingangook, die große Schlange“, als wäre es gestern gewesen.

Später, so Mitte der achtziger Jahre hatte ich in diesem Haus meine ersten Tage als frisch gebackene Kinoleiterin in der „Bezirksfilmdirektion Leipzig“ unter den Fittichen des damaligen Kinoleiters zu absolvieren. Ich lernte, wie die Filmplanung, der Kartenverkauf, die Abrechnung, die Mitarbeiterplanung und die Werbung funktionierte, bevor ich mein eigenes Haus, das „Kino der Jugend“ im Leipziger Osten übernehmen durfte. In dieser Zeit fühlte sich alles ziemlich trist an.

Jetzt erstrahlt bald das altehrwürdige Kino im alten originalen Glanz. Der Verein, der das Haus quasi gerettet und  gekauft hat, hat in den letzten Jahren mit einem anspruchsvollem Filmprogramm, vielen Live- Musik-Veranstaltungen und politischen Aktivitäten eine tolle Arbeit geleistet und es jetzt sogar geschafft, Mittel für die denkmalgerechte Sanierung zu ergattern.

Am 13.September soll zum Tag des offenen Denkmals alles fertig sein. Am Vorabend wird mit einem Konzert wieder eröffnet. Das gesamte Programm, sowie mehr Informationen zur Geschichte des Hauses gibt es hier: www.utconnewitz.de

Der Filmvorführer und langjährige Kinomitarbeiter Ralph Nünthel hat zur Geschichte Leipziger Kinos viel Material zusammengetragen und veröffentlicht. Leider sind die Bücher vergriffen.

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25 Jahre Haus der Demokratie

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IMAG0062_wEs ist ein Jahr der Jubiläen, wenn man so einen komischnen Plural überhaupt bilden will. Logisch, in den Zeiten der gesellschaftlichen Ümbrüche , auch landläufig Wende genannt ( ich finde diesen Begiff allerdings viel zu schwach für alle gesellschftlichen Umwälzungen dieser Zeit!) fanden viele neue Initiativen und heutige Institutionen ihren Anfang und so werden jetzt die Feste gefeiert und der Anfänge und Entwicklungen gedacht. So auch im Haus der Demokratie in der Bernhard-Göring-Strasse im Leipziger Süden, in dem viele Vereine und gemeinnützige Organisationen ihren Sitz haben. Man kennt den Umweltbund Ökolöwe und die Umweltbibliothek, die Frauenbibliothek „MONAliesA“, den Behindertenverband mit seinem Fahrdienst oder die Aktiven Senoren, das besondere Programmkino „Prager Frühling“ oder das beliebte Tanzcaffe „Ilses Erika“…Viele weitere Initiativen, Vereine und politische Akteure haben in diesem besonderen Haus ihre Heimat.

Gebaut wurde das Haus 1901-1903 als städtisches Waisenhaus, war auch Burschen- und Lehrlingwohnheim von 1928-1935, später Kinderheim und Wehrmachtslazarett. Nach Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört und nur notdürftig instand gesetzt, arbeiteten zwischen 12957 und 1983 Projektanten für Bau- und Maschinenbau des VEB KIB Chemie im Haus. Danach wurde es restauriert und als Sitz der SED-Stadtleitung genutzt. Sogar eine Sauna im Keller wurde dafür(wofür eigentlich?) eingebaut.

Nach der Friedlichen Revolutionen besetzten und nutzten viele Initiativen und Bürgerbewegungen das Haus. Auch der legendäre Piratensender „KanalX“ sendete von hier aus. Es wurden also Tatsachen geschaffen und 1990 wurde das Haus an diese Initiativen übergeben und heißt seitdem „Haus der Demokratie“. Der Name ist Programm. Nach den wilden Anfangszeiten arbeiten noch heute die Initiativen, Parteien und Organisationen eng zusammen und haben dazu nur kurze Wege zu überwinden. Bürgerbeteiligung und öffentliche Teilhabe wird praktiziert. Dazu gibt es etliche kulturelle, gewerbliche und beratende Angebote. Die Redaktion des Online-Nachrichtenmagazins L-IZ-online befindet sich auch hier.

Der beachtliche ökologische und behindertenfreundliche Um- und Ausbau des Hauses spielte auch in den Festreden eine Rolle. Danach gab es ein hübsches, klar ökologisches! Buffet und Musik im herrlichen „IlsesErika“-Biergarten.

In den Jahren 2006 und 2007 war ich im Haus als Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsorganisation  verantwortlich dafür, diese öffentliche Wahrnehmung zu unterstützen, Vorträge und Informationsangebote, sowie weitere Projekte (z.B. „Gegen Rechts“ für Jugendliche, Fotoausstellungen und Reiseberichte) umzusetzen. Für die Vortragsreihe im Caffe und die Erarbeitung des Heftes „Wegweiser durch das Haus der Demokratie“ und dessen Finanzierung war ich zuständig. Mit Filmstudenten der HTWK drehte ich damals auch diesen kurzen Film: